aus dem LebenBlog

#arschcooleSuperfrauen

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Nachdem ich den Beitrag von Elena (Wickelakrack) über ihre #arschcooleSuperschwester gelesen habe, wollte ich gleichzeitig vor Rührung ein Tränchen verdrücken und direkt über so viele #arschcooleSuperfrauen schreiben, wie ich kenne. Daher gibt es jetzt auch von mir einen Beitrag zur Blogparade von Stadt Land Mama.

 

Eigentlich kann ich mich gar nicht entscheiden, wer denn nun die Superfrau ist, die ich beschreiben möchte. Ich kenne Mamas, die so viel für ihre Kinder tun und Enormes zwischen Familie, Beruf und Freizeit leisten. Ich kenne Frauen mit Berufen, die so sinnvoll und wichtig für Familien sind, dass ich ihnen DANKE sagen möchte, dass sie diesen Beruf ausüben. Ich kenne Frauen, die so strahlen können, dass ich es jedesmal liebe, sie zu treffen. Und ich kenne eine ganz besondere #arschcooleSuperfrau, ohne die ich diese ganzen anderen tollen Frauen gar nicht kennengelernt hätte: Meine Mama.

Meine Mutter ist eine von den absolut arschcoolsten Frauen, die es gibt. Finde ich zumindest. Vielleicht bin ich da etwas parteiisch. Meine Mutter hat so viele Dinge geschafft, die meine vollste Bewunderung haben.

Als ich noch ganz klein war, da gab es keine bedürfnisorientierten Blogs, auf denen man Bestätigung finden konnte, wenn alle anderen sagten, ein Baby könne auch die vier Stunden zwischen dem Stillen alleine draußen im Kinderwagen schlafen. Stattdessen gab es so viele Meinungen, die so gar nicht auf die kindlichen Bedürfnisse eingingen. Auch wenn meine Mutter schlicht aus Erschöpfung nicht so bedürfnisorientiert gehandelt hat, wie wir es heute als optimal einschätzen, so hat sie für ihre Zeit so viel für uns getan, wie ihr möglich war.

Als ich größer war und mein Zimmer selbst aufräumen sollte, da hat es meine SuperMama geschafft, nicht komplett durchzudrehen. Denn das war der Punkt, bei dem wir uns ganz schön miteinander auseinandersetzen mussten. Später, als Teenager, haben wir uns wohl mal darüber unterhalten (ich erinnere mich nicht mehr daran). Es kam die Frage auf, wie wir das Aufräumthema denn friedlich lösen könnten. „Mama, du musst das auch mal durchziehen, wenn du was dazu sagst.“, soll ich ihr gesagt haben. Da haben wir es. Wie cool muss denn bitte meine Erziehung gewesen sein, dass wir da so drüber reden konnten? Arschcool, schätze ich.

Später durfte meine SuperMama lernen, dass Kinder auch mal ausziehen. Zum Glück konnte sie schon bei meiner Schwester üben, sodass es bei mir nicht ganz so schlimm war. Sie hat es auf jeden Fall ziemlich gut verkraftet. Vielleicht lag das auch daran, dass ich nicht gleich ans andere Ende der Welt, sondern erstmal 100km weiter gezogen bin.

Was meine Mama noch zu einer arschcoolen Superfrau macht, ist ihr Beruf. Wir waren vor einer Weile bei ihr zu Besuch und ich erklärte meiner Tochter, was Oma macht. Sie gibt Menschen die Möglichkeit, selbst kreativ zu werden und über sich hinaus zu wachsen. Sie schafft wunderschöne Stücke, die ein Leben lang Freude schenken. Sie erschafft Verbindungen zwischen zwei Menschen, die ihre Liebe begleiten. Mein Fazit zu meiner Tochter war also „Deine Oma macht Menschen glücklich.“ Woraufhin meine persönliche Superfrau nur sagte „So schön hat noch niemand meinen Beruf beschrieben.“

 

 

Was meine arschcoole Superfrau noch alles kann? Sie hört zu, wenn ich es brauche. Sie erzählt kluge und weise Sprüche und freut sich auch darüber, wenn sie selbst einen erzählt bekommt. Sie lebt vor, wie man zu sich und seinen Werten stehen kann. Sie öffnet neue Sichtweisen auf die kleinen oder großen Probleme des Alltags. Durch sie habe ich gelernt, dass auch Tiefpunkte zum Leben dazugehören. Dass es wertvoll ist, aus ihnen zu lernen und dass man gestärkt aus scheinbar unlösbaren Krisen herauskommen kann. Dass es befreiend ist, manche Dinge einfach anzunehmen. Dass man nicht gegen alles kämpfen muss und das vielleicht wichtigste: Dass der Fokus im Leben auf den guten Dingen liegen sollte. Denn davon gibt es unendliche viele, wenn man nur die Augen offen hält.

Meine #arschcooleSuperfrau hat mit beigebracht mutig, ehrlich, dankbar, empathisch und offen zu sein und an mich selbst zu glauben. Und ich finde, jeder sollte mindestens eine arschcoole Superfrau im Leben haben, die sind echt Gold wert!

 

4 Gedanken zu „#arschcooleSuperfrauen

  1. Hallöchen 😉
    Das hast du sehr schön geschrieben, vor allem die Berufsbeschreibung hat mir sehr gut gefallen. Vor allem da meine Mama ja das gleiche bzw was sehr ähnliches macht 🙂
    LG aus Bayern

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