Lavendel

Lavendelöl ist das beliebteste ätherische Öl. Wahrscheinlich ist es auch das Öl, welches den meisten Menschen in Zusammenhang mit ätherischen Ölen in den Sinn kommt, selbst wenn sie zu Hause keines haben.

 

Wozu nutze ich Lavendelöl?

Das wohl universellste ätherische Öl ist das Lavendelöl. Lavendel bringt Gleichgewicht ins Leben. Die meisten von uns haben eher zu viel um die Ohren als zu wenig. Kein Wunder, dass die entspannende Wirkung von Lavendel dann so bekannt ist. Gerade abends, wenn Körper und Geist zur Ruhe kommen dürfen, hilft Lavendel die wieder aufkommenden Gedanken gehen zu lassen. Der nächste Morgen kann so ausgeruht begonnen werden.

Gleichzeitig pflegt Lavendel die Haut. Dabei ist es egal, ob es sich um junge, alte, glatte oder knitterige Haut handelt. Beispielsweise erfährt der Bauch einer Mutter während, aber auch nach der Schwangerschaft, Wohlbefinden durch das Einreiben mit einer Lavendelcreme. Hierzu kann das Öl mit einem fetten Trägeröl, z.B. rohem Kokosöl, vermischt werden und nach eigenem Gefühl großflächig einmassiert werden. In einer Verdünnung (ab 1:30 bei Babys) ist diese Creme auch zur Pflege im Windelbereich gut geeignet. Und natürlich profitiert auch stark beanspruchte (Kinder-)Haut von den wohltuenden und pflegenden Eigenschaften.

 

Kann ich dafür jedes beliebige Lavendelöl nehmen?

Nein.

Aufgrund der weltweiten Nachfrage wurde immer mehr und mehr Lavendel angebaut. Chemische Dünger sollten ausgelaugte Böden ausgleichen. Dadurch unterscheidet sich die Pflanze selbst und auch die Qualität des Öls zu dem von biologisch bearbeitetem Lavendel.

Es wurde zudem nach schneller wachsenden Lavendelarten gesucht, um mehr Ertrag zu erreichen. Daher gibt es neben dem urtümlichen, echten Lavendel Lavandula angustifolia würde auch den sogenannten Hybridlavendel oder Lavandin, Lavendula hybrida. Er brachte mehr Ernte bei weniger Kosten ein und lieferte eine deutlich höhere Ausbeute an ätherischem Öl. Die Wirkung des Lavandins unterscheidet sich jedoch von der Wirkung des Lavandula angustifolia. Aufgrund des Kampfer-Gehalts in Lavandin wirkt er nicht beruhigend für die Haut, sondern kann zu gereizten, geröteten Stellen führen. Er darf daher auch auf keinen Fall auf offene Wunden aufgetragen werden!

Da die Nachfrage jedoch nach echtem Lavendel bestand, wurde aus dem Lavandin kurzum der Kampfer extrahiert, sodass ein erschwinglicher Ersatz gefunden war. Fügt man dann noch sythetisches Linalylacetrat und Linalool hinzu (die Hautpinhaltsstoffe des echten Lavendels), war die Mischung für ungeübte Nasen nicht mehr zu unterscheiden. Verkauft werden darf eine solche Mischung in Europa sogar unter der Bezeichnung „100% natürliches Lavendelöl“. Warum? Die Inhaltsstoffe werden aus (genetisch veränderten) essbaren, also „natürlichen“ Hefen gewonnen.

Fazit: Für reines, echtes Lavendelöl MUSS auf dem Ölfläschchen 100% naturreines ätherisches Öl und bei den Inhaltsstoffen ausschließlich die Pflanze Lavandula angustifolia stehen. Ist man sich beim Hersteller sicher, dass auch drin ist, was drauf steht, kann man bei der Anwendung beruhigt sein. Sind dann noch Anbau (streng biologisch, keine chemischen Dünger etc.), Destillation (in Edelstahl) und Abfüllung ohne Verunreinigung und mit strenger Qualitätskontrolle erfolgt, so kann man von einem richtig guten Lavendelöl ausgehen.

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